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06.04.2010
Eierschieben: Bautzener Volksfest mit tausenden Besuchern

  BZ.  Das wohl größte Oster-Volksfest der Region ist am Sonntag in Bautzen gefeiert worden. Tausende Besucher hatten sich dazu am Protschenberg versammelt, um den Höhepunkt – das Eierschieben – mitzuerleben. Seine Ursprünge hat das Fest vermutlich im sorbischen Brauch des Eierrollens. Seit dem 19. Jahrhundert wurden in Bautzen nicht nur Eier vom Steilhang über der Spree hinabgerollt, sondern auch Süßigkeiten und Geschenke. Ab etwa 1920 entwickelte sich aus dem spontanen Treiben ein organisiertes Volksfest. Nach dem Krieg lebte es kurz wieder auf, wurde dann aber von den DDR-Behörden verboten. 2001 belebte der Tourismusverein das Fest neu, mit einem Bautzener Original – dem Eierjokel. Mittlerweile werden keine richtigen Eier mehr, sondern bunte Bälle den Hang hinab geworden, die dann die Mädchen und Jungen fangen müssen. Alles andere als ein leichtes Unterfangen auf dem ziemlich abschüssigen Gelände, dementsprechend chaotisch geht es zum Teil zu. Die eingesammelten Bälle konnten am Ende in kleine Osterpreise eingetauscht werden. Ein Spiel das offenbar einen besonderen Reiz nicht nur für die Bautzner hat, denn der Besucheransturm aus allen Teilen Sachsen sowie anderen Bundesländern war enorm. (jw)

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